Rudern beim SC Magdeburg
Die Elbe gehört zu Magdeburg – und der Rudersport zum SC Magdeburg. Unsere Abteilung Rudern verbindet leistungsorientierten Spitzensport mit erfolgreicher Nachwuchsarbeit und einem aktiven Breitensport.
Vom Einer bis zum Achter sind unsere Sportlerinnen und Sportler auf nationalen und internationalen Gewässern unterwegs. Dabei stehen nicht nur sportliche Erfolge im Mittelpunkt, sondern auch Teamgeist, Leidenschaft und die gemeinsame Begeisterung für den Rudersport. Besonders die kontinuierliche Nachwuchsarbeit bildet eine wichtige Grundlage für die Zukunft der Abteilung.
Kontakt
Trainingsstätten
Ruderbootshaus Seilerwiesen
Das neu erbaute Leistungszentrum wurde im August 2019 offiziell eröffnet und ist nach dem Hochwasser von 2013 eine neue Heimat für die Ruderer des SC Magdeburg e.V. Mit dem Neubau steht dem SCM ein modernes und hochwassersicheres Gebäude Leistungszentrum für den Rudersport zur Verfügung.
Es gibt ein Opfergeschoss, das bei einem eventuellen Hochwasser überflutet wird und zwei Obergeschosse für die Leistungssportler. Das Flutgeschoss ist zudem als offenes Lager konzipiert und kann im Ernstfall schnell geräumt werden. Im ersten Obergeschoss befinden sich Umkleiden,eine Sauna sowie ein Gymnastik- und Gemeinschaftsraum. Im zweiten Obergeschoss sind Ergometerräume, ein Kraftraum und die Vereinsbüros angesiedelt.
Anschrift:
SC Magdeburg e.V. (Abteilung Rudern), Seilerweg 23, 39114 Magdeburg
Ruderbootshaus Industriehafen
In der Industriestraße ist die Leistungsspitze der Abteilung Rudern ansässig. Auf dem Schleusenkanal haben die Sportler sehr gute Bedienungen. Weiterhin befinden sich auf dem Gelände ein Kraftraum und verschiedene Ergometer.
Anschrift:
SC Magdeburg e.V. (Abteilung Rudern), Industriestraße 1, 39126 Magdeburg
Historisches
Die Anfangsjahre
1959 wurden die erfolgreichsten Ruderer der BSG Motor-Südost zum damaligen Sportclub Aufbau Magdeburg delegiert – die Geburtsstunde der heutigen Abteilung Rudern. Eine prägende Rolle spielte Karl Nagel, der gemeinsam mit Lothar Ewers die erste Generation von Rennruderern betreute.
Nach ihrem Ausscheiden übernahmen Gerhard Knauerhase, Hubert Kohn und Günter Schulze den Neuaufbau der Sektion. Mit weiteren Trainern wurde insbesondere die Nachwuchssichtung intensiviert – eine Arbeit, die ab 1971 erste sportliche Erfolge hervorbrachte.
1970 bis 1990
Die 1970er- und 1980er-Jahre waren eine besonders erfolgreiche Zeit für den Magdeburger Rudersport. 1970 gewannen Friedrich-Wilhelm Ulrich und Manfred Käßner mit Steuermann die erste internationale Goldmedaille für Magdeburger Ruderer. Bereits 1972 folgte mit Wolfgang Güldenpfennigs Olympiabronze in München der Durchbruch im Erwachsenenbereich.
Unter Cheftrainer Jürgen Grobler entwickelte sich Magdeburg zu einem bedeutenden Standort des internationalen Rudersports. Olympiasiege und zahlreiche Medaillen bei Welt- und Juniorenmeisterschaften prägten diese Zeit. Zu den erfolgreichen Athleten gehörten unter anderem Harald Jährling, Friedrich-Wilhelm Ulrich, Martin Winter und Peter Kersten.
Parallel entwickelte sich eine erfolgreiche Nachwuchsarbeit. Auch der Frauenbereich gewann zunehmend an Bedeutung: Kathrin Schröder wurde 1984 Juniorenweltmeisterin und erreichte 1988 bei den Olympischen Spielen in Seoul den vierten Platz.
Getragen wurden diese Erfolge von zahlreichen Trainern, Mitarbeitern, ehrenamtlichen Helfern und unterstützenden Magdeburger Betrieben, die die Entwicklung der Abteilung über viele Jahre entscheidend mitprägten.
1990 bis 2000
Mit der Umbenennung zum Ruderclub Magdeburg im SC Magdeburg begann 1990 ein neues Kapitel. Trotz veränderter Rahmenbedingungen wurde die erfolgreiche leistungssportliche Arbeit fortgesetzt.
Besonders André Willms prägte diese Zeit mit zahlreichen internationalen Erfolgen. Auch im Nachwuchsbereich sorgten unter anderem Bianka Borchert, Manuela Lutze und Marcel Hacker mit Junioren-Weltmeistertiteln für Erfolge.
Gleichzeitig wurde das Angebot der Abteilung um Wander- und Mastersrudern erweitert. Seit 1990 gehört zudem der traditionelle Städteachter zwischen Magdeburg und Halle fest zum Rudersport in der Landeshauptstadt. 1992 war Magdeburg erstmals Gastgeber des Deutschen Rudertages.
2000 und weiter
Auch im neuen Jahrtausend setzte sich die Erfolgsgeschichte der Magdeburger Ruderer fort. Manuela Lutze gewann 2000 und 2004 olympisches Gold sowie 2008 Bronze. André Willms, René Bertram und Marcel Hacker vertraten den SC Magdeburg ebenfalls erfolgreich bei Olympischen Spielen.
Parallel entwickelte sich eine neue Generation erfolgreicher Nachwuchsruderer. Auch Masters- und Breitensport sowie traditionsreiche Veranstaltungen wie der Städteachter Magdeburg–Halle prägen die Abteilung bis heute.
